Ein Welpe zieht ein

Es ist wohl einer der spannendsten Tage, wenn der langersehnte Welpe endlich einziehen darf. Wenn er die ersten tapsigen Schritte in der Wohnung macht, geht einem das Herz auf.
Was es alles zu beachten gibt, damit Mensch und Hund zu einem harmonischen Gespann zusammenfinden, werde ich euch hier erläutern. Zudem berichtet euch ein stolzer Welpen-Papa (von Magyar Vizsla Wilma), wie er die erste Zeit erlebt hat und was ihm wichitg ist.

Endlich zieht der Welpe ein.

Bin ich bereit für einen Welpen?

Viele Menschen wünschen sich einen Hund. Ich kann diesen Wunsch nur allzu gut nachvollziehen. Doch sollte man sich die Anschaffung sehr gut überlegen. Ein Hund bedeutet eine jahrelange Verantwortung (10-15 Jahre), welche den Alltag durchaus einschränken kann. Zudem bedeutet ein Hund zu erziehen viel Arbeit und Geduld, und dies nicht nur in den ersten Wochen. Auch später, wenn die Grundausbildung „abgeschlossen“ ist, will der Hund artgerecht ausgelastet werden, was in der Regel mehrere Stunden pro Tag in Anspruch nimmt. Ist man wirklich bereit, diese Zeit dem Hund zu widmen? Den Hund kann man nicht in die Ecke stellen, wenn man an einem regnerischen Tag oder nach einer anstrengenden Arbeitswoche keine Lust hat, mit ihm rauszugehen. Folgende Fragen sollte man zwingen mit ja beantworten können, bevor man sich einen Vierbeiner ins Haus holt:

  • Habe ich die Zeit, einen Hund zu erziehen und zu betreuen?
  • Habe ich genügend Platz?
  • Kann ich die finanzielle Last (besonders Tierarztbesuche, Futter und Ausbildung können schnell sehr teuer werden) tragen?
  • Bin ich bereit den Hund in meinen Alltag einzuplanen und entsprechend Abstriche zu machen?
  • Ist der Hund bei mir genug betreut (kann er mit zur Arbeit oder passt jemand auf ihn auf)?
  • Habe ich Unterstützung, wenn ich mal nicht in der Lage bin, den Hund zu versorgen (Krankheit, Unfall, Ferien…)?
  • Bin ich körperlich in der Lage, dem Hund gerecht zu werden?
  • Bin ich gewillt, mich entsprechend zu informieren und weiterzubilden?
  • Stehe ich alle Phasen des Lebens meines Hundes durch (gerade alte Hunde werden leider oft abgeschoben)?
  • Ist das Halten eines Hundes in der Wohnung erlaubt?
  • Ist die Haltung meiner Wunschrasse an meinem Wohnort erlaubt (Rasseliste)?
  • Bin ich bereit, Verantwortung für ein Lebewesen zu übernehmen, welches das ganze Leben von uns abhängig sein wird.
Bist du bereit für mich?

Was war die grösste Herausforderung?
Sebastian A.: Die grösste Herausforderung ist, denke ich, dass man seine Pläne umsetzt, bzw. wirklich einen hat. Beispielsweise wollte Wilma anfangs nicht allein in der Box bleiben, alleine zu Hause bleiben war aber kein Problem. Also mussten wir uns erstmal zurück besinnen und einfach mal konsequentes Boxentraining machen.

Die ersten Tage

Natürlich ist es für alle sehr aufregend, wenn ein Welpe einzieht, am meisten wohl für den kleinen Vierbeiner. Denn er muss sich von seiner bisherigen Familie, von seinem Zuhause und allem, was er bisher kannte, trennen. Dass das manchmal etwas viel ist für so ein kleines Hundeherz, ist verständlich. Deswegen sollte man ihn besonders in den ersten Tagen so wenig Stress wie möglich aussetzen. Erst sollte er die Chance bekommen, sich einzufinden und an die neue Umgebung zu gewöhnen.

Ein neues Zuhause kann ganz schön überwältigend sein. Gut hat Wilma einen treuen Freund zur Seite.

Den Welpen holt man am besten zu zweit ab, damit sich einer nur um den Hund kümmern kann während der Fahrt. Wenn man zu Hause angekommen ist, zeigt man dem Hund draussen gleich der Ort, wo er sich künftig erleichtern kann. Gebt ihm Zeit sich zu beruhigen, denn erst dann kann er sich lösen. Sonst passiert das Missgeschick gleich im Haus.
In der Wohnung, kann er erst einmal alles erkunden. Man kann sich gut dafür mit ihm auf den Boden setzen und den Welpen beobachten. Wichtig ist, dass man noch nicht direkt was von ihm verlangt. Das könnte das süsse Häufchen schnell überfordern. Dennoch beginnt die Erziehung ab der ersten Minute. Dinge, die er später nicht darf, sollten von Anfang an entsprechend kommuniziert werden. Es geht aber in den ersten Tagen sicher nicht darum, dass der Hund nur die ganze Zeit Verbote bekommt.
Natürlich möchten alle das neue Familienmitglied kennenlernen. Doch in den ersten Tagen geht es darum, dass der Hund vor allem euch kennen lernt, und nicht die Nachbarn, die Tante und die Grosseltern. Das Zuhause sollte ein Ort der Ruhe und der Entspannung werden.

Mit einem Welpen geht man in den ersten Tagen noch nicht richtig Gassi. Am besten baut man sich erst eine Routine auf. Man geht in den ersten Tagen immer an den selben Ort. So lernt er, wo er sich lösen soll. Da Welpen ihre Muskeln noch nicht kontrollieren können, lösen sie sich immer bei Bedarf. Deswegen ergibt es Sinn, dass man immer nach dem Schlafen, Essen und Spielen kurz rausgeht. Erkundungstouren in der nahen Umgebung baut man Schritt für Schritt aus. So lernt der Welpe die Umgebung sachte kennen und gewinnt so an Sicherheit.
In der Nacht, wenn nichts los ist, ist das Heimweh oft besonders stark. Lasst den Hund in dieser Situation nicht alleine! Bisher hatte er immer die Mama und seine Geschwister zum Kuscheln. Dieser Halt fehlt im jetzt. Ihr müsst ihm zeigen, dass ihr für ihn da seid.
Eine Box zum eingewöhnen kann helfen. Sie gibt dem Welpen Sicherheit und einen guten Rückzugsort. Vielleicht bekommt man sogar vom Züchter noch eine Decke mit, die nach der alten Heimat riecht. In der Nacht meldet sich der Hund eher, wenn er raus muss, wenn er in einer Box ist, da Hunde ungern ihren Schlafplatz verunreinigen. Die Box soll aber positiv aufgebaut werden und kein Ort zum wegsperren werden.

Wie sieht euer Alltag mit Wilma aus?
Sebastian A.: Durch Corona bedingt sehr anders als ursprünglich geplant. Wir müssen uns nun deutlich mehr dazu zwingen, mal weg zu sein und sie alleine zu lassen. Ansonsten ist aber über den Tag hinweg, während wir arbeiten, Ruhe angesagt, sodass sie auch in Zukunft keine Erwartung hat, dass immer gespielt wird, wenn wir mal wieder arbeiten gehen.

Erstausstattung

In Fachgeschäften findet man alles, was man als Erstausstattung für einen Hund braucht. Folgendes sollte beim ersten Einkauf auf jeden Fall dabei sein:

  • Halsband/Geschirr
  • Führleine/Schleppleine
  • Schlafplatz (Box, Körbchen, Decke…)
  • Näpfe (leicht zu reinigen)
  • Pflegeutensilien (je nach Haarkleid Bürste/Kamm, Shampoo, Krallenschere, Zeckenzange…)
  • Spielzeug
  • Transportbox/Sicherheitsgurt für das Auto
  • Hundefutter/Leckerli
Eloy ist bestens ausgerüstet für die erste Erkundungstour.

Wie lernen Hunde?

Zusammen lernen und gemeinsame Erlebnisse stärken die Bindung und fördern das Vertrauen. Es gibt drei verschiedene Arten, wie Hunde lernen und wie wir ihnen etwas beibringen.  

Lernen durch Locken: Hierbei bringt man den Hund durch Locken mit Futter oder einem Spielzeug in die gewünschte Position und belohnt ihn dann. Beispiel: Man hält ein Leckerchen über den Kopf, der Hund setzte sich, er kriegt die Belohnung.

Lernen durch Gelegenheit: Dies passiert sehr oft ungewollt. Der Hund macht etwas und erhält gleich ein positives oder negatives Feedback und lernt dadurch, ob sich ein Verhalten lohnt oder nicht. So lernen sie aber auch schnell unerwünschtes Verhalten. Beispiel: Der Hund sieht eine Katze und rennt auf sie zu. Die Katze faucht, der Hund erschrickt sich, er lernt, dass das Verhalten nichts Positives bringt. Rennt die Katze aber weg und er kann hinter ihr herjagen, ist das eine Selbstbelohnung. Demnach wird er es bei der nächsten Gelegenheit wieder tun.

Lernen durch Nachahmung: Hunde ahmen andere Hunde aber auch Menschen nach. Beispiel: Es klingelt, der ältere Hund hat gelernt darauf hin ins Körbchen zu gehen. Der Kleine tut es ihm gleich, weil er sieht, wie der ältere belohnt wird.

Welpen können viel von erwachsenen Hunden lernen

Was ist euch besonders wichtig, das Wilma lernen soll?
Sebastian A.: Abrufbar sein ist beim Jagdhund das allerwichtigste überhaupt. Und wir sind von Anfang an in die Hundeschule. Wichtig ist auch, dass der Hund nicht nur durch Bewegung, sondern auch geistig ausgelastet wird. Hundekontakte sind uns auch sehr wichtig, welche zur idealen Sozialisierung beitragen. ABER nur mit den passenden Hunden und wenn die Begegnung auf die richtige Art und Weise stattfindet.

Was muss ein Welpe lernen?

Wie oben erwähnt, sollte man sofort mit der Erziehung beginnen. Das heisst aber nicht, dass der Hund alles auf einmal lernen und können muss. Klare Regeln und Strukturen von Anfang an geben dem Hund Sicherheit. Am einfachsten ist es, den Hund erst gar nicht in Situationen zu bringen, die er noch nicht meistern kann. Wenn man ihm nicht die Möglichkeit gibt, etwas falsch zu machen, muss man ihn auch nicht zurechtweisen. Ein Beispiel hierfür wäre Folgendes. Lässt man den Welpen unbeaufsichtigt in der Wohnung und es liegen Schuhe herum, kann es sein, dass er diese zerkaut. Räumt man die Schuhe aber weg, kann das gar nicht passieren.

Generell übt man erst in reizarmer Umgebung neue Kommandos, und steigert die Schwierigkeit stetig. Man sollte die Übungen aber immer an verschiedenen Orten üben, wenn die Grundlage sitzt, da Hunde immer im Kontext lernen. Das heisst, dass ein „Sitz“ zu Hause klappen kann, neben einer befahrenen Strasse aber nicht. Hier gilt es, die Kommandos immer zu generalisieren. Abwechslung im Training bringt nicht nur euch, sondern auch eurem Hund Spass und Spannung. Deswegen können viele Arbeiten dem Level entsprechend variiert und angepasst werden. Eure Kreativität ist gefragt.

Einer der wichtigsten Punkte ist, dass der Welpe lernt, Ruhe zu finden. Nur so kann er optimal lernen und findet sich auch später im Alltag besser zurecht. Dafür empfiehlt sich, einen fixen Ruheplatz aufzubauen. Ob das eine Box, ein Körbchen oder eine Decke ist, spielt keine Rolle. Hauptsache der Hund verbindet es mit etwas Positivem und kann dort in Ruhe entspannen. Solch ein Platz bietet ihm auch zusätzliche Sicherheit, wenn er in stressige Situationen kommt.

Ein weiteres Thema ist das Lernen des Namens. Hierbei ist zu beachten, dass der Name kein Rückrufsignal ist. Er dient lediglich dazu, die Aufmerksamkeit des Hundes zu erlangen. Damit sich der Name für den Hund nicht abnutzt, weil er zu viel ohne Bedeutung gebraucht wird, achtet mal darauf, wie oft ihr den Namen am Tag sagt. Wenn wir über Mila sprechen, sie dabei aber nicht ansprechen, sprich nichts von ihr wollen, nennen wir sie immer bei ihrem Kosenamen.

Damit der Hund seine Bewegungsfreiheit später geniessen kann, ist ein gut sitzender Rückruf ein Muss. Dieser funktioniert, wenn der Mensch spannender ist als die Umweltreize. Ein Rückruf muss Spass signalisieren und kein Abbruch einer tollen Tätigkeit sein. Auch hier gilt, übt nur, wenn der andere Reiz noch nicht zu gross ist. Denn sonst verliert der Rückruf schnell an Bedeutung für den Hund. Mit einem guten Rückruf kann man den Hund vor Gefahren schützen und nimmt auch Rücksicht auf die Umwelt, in dem der Hund kontrollierbar bleibt.

Der Rückruf sitzt!

Leinenführigkeit ist ein etwas lediges Thema, weil es oft etwas vernachlässigt wird. Viele Hunde haben nie gelernt, was die Leine symbolisieren soll, nämlich Bindung, Führung und Sicherheit. Und doch ist es ein Thema, dem man täglich mehrmals begegnet. Deswegen lohnt es sich, dies sauber von Anfang an zu trainieren, damit aus dem quirligen Welpen ein leinenführiger Hund wird. Generell soll man das Training an der Führleine auf kurze Sequenzen begrenzen und dem Hund auf lange Frist beibringen, dass an der kurzen Leine „nur“ spaziert wird, nicht die Umgebung erkundet. Kontakt zu anderen Hunden an der Leine sollte nie stattfinden. Schnell entstehen angespannte Situationen, aus denen der Welpe nicht zurückweichen kann, weil die Leine ihn daran hindert. So verknüpft er negative Erfahrungen mit der Leine, es entsteht Frust oder Angst. Die idealen Voraussetzungen für einen späteren Leinenpöbler.

Impulskontrolle gehört zu den grundlegenden Sachen, die ein Welpe lernen sollte. Sich zurücknehmen und nicht jedem Impuls nachgeben braucht viel Übung und Selbstkontrolle. Dies muss Schritt für Schritt ausgebaut werden.

Welpenphase ist Prägungsphase

In den ersten Wochen finden wichtige Prägungsvorgänge statt, von denen der Hund das ganze Leben lang profitieren kann. Es gibt so viel zu erkunden. Strassenverkehr, Menschen von Klein bis Gross, öffentliche Verkehrsmittel, Geräusche, verschiedene Untergründe und diverse Tiere sind nur einige der Punkte, die wohl auf jeder Prägungsliste stehen. Man darf den Welpen aber nicht überfordern. Denn sonst kann das schnell zu einem unsicheren Hund führen. Auch hier sind Ruhephasen und kurze Sequenzen wichtig. Packt das Programm nicht zu voll. Man erzielt grössere Erfolge, wenn man generell einen Hund heranzieht, der lernt, in neuen Situationen aufgeschlossen zu sein und seinem Besitzer zu vertrauen, als wenn der Hund alle Programmpunkte innert kürzester Zeit abgeklappert hat, diese aber nicht verarbeiten konnte und sie nicht einzuordnen lernt.

Gemeinsames Entdecken fördert die Bindung und gibt dem Welpen Sicherheit.

 Bei uns in der Hundeschule Blickwinkel sehen wir von üblichen Welpenspielgruppen ab. Unsere Welpen werden in die Gruppe der Alltagshelden integriert, denn schlussendlich sollen sie lernen im Alltag zu bestehen. Selbstverständlich dürfen Welpen bei uns auch mal spielen. Dies geschieht aber nur mit ausgesuchten Spielpartnern und unter kontrollierten Bedingungen. Kein Welpe soll negative Erfahrungen machen, indem er im „Spiel“ von stärkeren Welpen bedrängt und gemobbt wird, wie es leider oft der Fall ist bei willkürlich gemischten Gruppenstunden.

Aufmerksamkeit

Der Welpe sollte lernen, die Aufmerksamkeit auf seinen Menschen zu richten. So bleibt er auch in stressigen Situationen ansprechbar und kann entsprechend gelenkt werden, ohne dass er sich in Konfliktsituationen manövriert. Ein Signalwort hilft hier, um den Blickkontakt herzustellen und den Fokus auf dem Menschen zu halten. Dies braucht einiges an Übung und kann nur langsam verlängert werden. Gerade an fremden Orten kann dies aber sehr nützlich sein. Steigt man zum Beispiel aus dem Auto aus und der Hund orientiert sich erst am Besitzer, anstatt gleich durch die ganze Umgebung zu schnüffeln, kann entspannt der neue Ort gemeinsam erkundet werden.

Aufmerksamkeit unter Ablenkung

Richtig Spielen

Spielen will gelernt sein! Denn ein Spiel geht über das natürliche Raufen und Kräftemessen unter Wurfgeschwistern hinaus. Ein Spiel beinhaltet immer, dass es Wechselseitig ist. Beide Seiten müssen mal gewinnen und verlieren. Wenn einer von beiden immer den Kürzeren zieht, ist es kein Spiel. Es kann helfen, ein Anfangssignal und vor allem ein Endsignal aufzubauen, damit der Hund klar weiss, wann das Spiel zu Ende ist. Richtiges Spielen fördert die Bindung zwischen Mensch und Hund extrem.

Ein Spiel muss immer Wechselseitig sein.

Sozialspiel: Unter dem Begriff Sozialspiel versteht man das Spiel zwischen Sozialpartnern ohne Hilfsmittel, sprich Mensch-Hund oder Hund-Hund ohne Spielzeug. Hierbei animiert man den Hund durch körpersprachliche Einladung zum Spiel. Die Beisshemmung spiel hier eine grosse Rolle. Dass der Hund mit dem Maul und den Zähnen spielt ist normal. Allerdings muss er lernen, wann es zu viel ist und das Gegenüber verletzt. Beim Spiel unter Hunden sollte der Mensch immer beobachtend zur Seite stehen und wenn nötig eingreifen und Schutz bieten. Das Spiel mit verschiedenen Rasse und Grössen gehört zur Entwicklung dazu. Es sollte darauf geachtet werden, dass der Hund entsprechend lernt, sich anzupassen.

Objektspiel: Beim Objektspiel geht es immer um ein Spielzeug. Dies kann eine Suche, apportieren oder auch ein Zerrspiel sein, obwohl letzteres bei Welpen nicht zu oft gemacht werden sollte. Es gilt zu beachten, dass auch beim Objektspiel der Mensch nicht immer gewinnen muss. Sonst entsteht Frust beim Hund und er verliert das Interesse. Das Lieblingsspielzeug sollte nicht zur freien Verfügung stehen. Dies fördert die Spielbereitschaft. Zudem kann ein Spiel immer auch als Belohnung eingesetzt werden.  

Medical Training

Um den Besuch beim Tierarzt stressfreier zu gestalten, empfiehlt es sich früh mit dem Medical Training zu beginnen. Dabei lernt der Hund, sich bei einer Untersuchung ruhig zu verhalten. Alle Körperteile werden langsam abgetastet, er wird festgehalten und die Zähne, Augen und Ohren werden kontrolliert. Es ist wichtig sich hier genug Zeit zu nehmen und immer Ruhe zu bewahren. Wenn es dem Hund zu viel wird, geht man wieder einen Schritt zurück. Viel positive Verstärkung gestaltet die Übung aber sehr angenehm für den Hund.

Welpe Ruwani beim Medical Training

Motorik-Übungen

Der Körper der Welpen muss sich erst noch entwickeln. Deswegen müssen die Gelenke noch geschont werden, bis der Hund ausgewachsen ist. Dennoch kann man mit einfachen Übungen die Motorik und damit das Körpergefühl des Hundes verbessern. Gerade bei grossen Hunderassen, die oft eher grobmotorisch veranlagt sind, kann dies eine sehr positive Wirkung haben. Denn wer ein gutes Körperbewusstsein hat, nimmt die Umwelt auch anders war und fühlt sich mutiger und sicherer. Zudem wird der Hund gelenkig und die Muskulatur wird aufgebaut, was beides das Verletzungsrisiko senkt. Motorik-Übungen fördern zudem die Konzentrationsfähigkeit und der Hund lernt mit ungewohnten Reizen umzugehen (z.B. Gehen über verschiedene Untergründe). Man kann sich leicht zu Hause einen entsprechenden Parcours aufbauen oder unterwegs verschiedenen Gegebenheiten wie Baumstämme, Äste etc. nutzen.  

Ein Bällchen-Pool hilft bei der Gleichgewichtsfindung.

Was war bisher die grösste Freude und der grösste Frust als Welpen-Papa?
Sebastian A.: Ganz klar die Freude und Liebe, die du entgegengebracht bekommst, ähnlich wie ein Kind. Frustriert hat mich, dass man selber nicht das umsetzt, was man sich eigentlich vorgenommen hat.

Ein Hund kann eine enorme Bereicherung für das Leben sein, wenn die Anschaffung wohl überlegt und durchdacht ist. Jeder Hund ist verschieden und verlangt somit eine individuelle Erziehung. Eines brauchen sie aber alle – Leitplanken, Verständnis und ganz viel Liebe.

Wer kann dem süssen Haufen schon widerstehen?

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