Brigitte – kommunikativ und engagiert

Dass Brigitte heute zum Blickwinkel-Team gehört ist vielen Zufällen geschuldet, wie so oft im Leben. Sie wollte schon immer einen Hund haben. Doch leider war es ihr viele Jahre verwehrt, da sie immer Allergiker in der Familie hatte. Als aus gesundheitlichen Gründen ein Jobwechsel anstand, konnte sich Brigitte endlich den Traum eines eigenen Hundes erfüllen. Die Wahl fiel auf die süsse Jane aus Sizilien – ein absoluter Glücksgriff.

Brigitte mit ihrer geliebten Jane

Was hast du von deinem Hund gelernt?
Jane lehrte mich, konsequenter zu sein. Auch meine Wahrnehmung hat sich verändert. Sie ist breitgefächerter geworden. Ich sehe, dass die Fehler bei mir liegen und nicht beim Hund. Und ich habe gelernt, was es wirklich heisst, ein Tier zu haben.

Was heisst es denn, ein Tier zu halten?
Ein Tier zu halten heisst, Verantwortung für ein Lebewesen zu übernehmen, das ähnlich ist wie ein Kind. Man lern ihm Zuneigung und Liebe zu schenken und somit fällt es auch leichter, Verzicht zu erbringen. Denn man muss definitiv auf ein paar Dinge verzichten, andererseits bringt einem ein Haustier auch viele wertvolle Sachen mit. Man entwickelt auch eine grössere Toleranz für andere Tierhalter, denn man weiss, dass nicht immer alles einfach ist.

„Brigitte ist herzlich, offen, humorvoll und immer für einen Spass zu haben.“ Nicole

Was liebst du an deinem Beruf am meisten?
Wenn die Teams die Stunde zufrieden verlassen und konsequent gearbeitet haben. Dies bereitet mit viel Freude und motiviert mich, weiter auf meine Art mit den Menschen und Hunden zu arbeiten.

Als Brigitte mit Jane die Hundeschule besuchte, lernte sie Sandra kennen, die dort gerade ein Praktikum für ihre eigene Ausbildung absolvierte. Und so kam eins zum anderen. Die beiden verstanden sich auf Anhieb blendend und Sandra gab Brigitte den Anstoss, die Ausbildung zur Hundetrainerin zu machen. Sie stand immer im Austausch mit Sandra und fragte Sie oft um Rat. Als Sandra das Angebot der Hundeschule Blickwinkel verbreitern wollte, holte sie Brigitte mit ins Boot. Nebst der Büroarbeit ist Brigitte nun auch für das Kurswesen zuständig.

Du bietest u.a. Kurse zu den Themen Anti-Jagd, Rückruf und Anti-Giftköder an. Was ist der Vorteil dieser Kurse?
In den Kursen kann man gezielt an einem Thema arbeiten und genau auf die Teams und ihre Bedürfnisse eingehen. Ich kann ihnen neue Inputs geben und sie ganz individuell betreuen.

Rückruf ist immer wieder ein Thema, das nicht klappt, obwohl man ihn täglich brauchen würde. Brigitte weiss auch, woran es meistens scheitert:
Viele Hundebesitzer sagen, der Rückruf funktioniert super, ausser der Hund ist abgelenkt. Da fangt das Problem schon an. Denn das heisst nichts anderes, als dass der Rückruf eben NICHT sitzt. Denn man tendiert in solchen Situationen dazu, den Hund dann mehrmals zu rufen, was den Rückruf abnutzt und uninteressant macht. In Gefahrensituationen sind auch oft Situationen im Spiel, was der Hund natürlich auch merkt. Der Grund, warum der Rückruf nicht sitzt ist meistens, weil er von vornherein nicht richtig und sauber aufgebaut wurde. Man will oft zu schnell zu viel. Man baut zu früh eine zu grosse Distanz auf oder trainiert unter zu grosser Ablenkung.

Jane ist müde

Brigitte liebt es mit ihrer eigenen Hündin zu trailen. Es half ihr die Bindung und das Vertrauen aufzubauen und ihren Hund besser lesen zu können.

Was fasziniert dich an der Arbeit mit Hunden?
Die verschiedenen Charaktere. Nur weil zwei Hunde der selben Rasse angehören, heisst das nicht, dass sie gleich sind. Im Gegenteil, sie können ganz unterschiedlich sein und arbeiten. Auch die Mensch-Hund-Teams sind zum Teil sehr verschieden. Dennoch wollen all unsere Kunden an sich arbeiten und mit ihrem Hund ein tolles Team bilden. Diese motivierten Menschen begeistern mich.

Was war bisher dein schwerster Fall?
Ich hatte ein Hund im Training, der sich geweigert hatte, neue Sachen zu lernen. Es lag daran, dass er zu wenig Grenzen gesetzt bekam und man nicht konsequent mit ihm gearbeitet hatte. So hat eine Gleichgültigkeit gegenüber allem entwickelt und wollte einfach nur seinen Weg gehen. Dies war auch der erste Hund, der mich körperlich angegangen war. Da war ich im ersten Moment schon etwas perplex. Dies war aber auch der Wendepunkt, und ich musst den Besitzern klar vermitteln, dass man sich nun konsequent durchsetzen und die Kooperationsbereitschaft des Hundes wieder wecken musste.

Was war dein grösster, persönlicher Erfolg?
Dass ich immer selbstbewusster und erfahrener im Laufe meiner Arbeit wurde. Ich kann Situationen besser einschätzen und habe natürlich auch die Arbeit mit meinem eigenen Hund verbessern können.

„Brigitte versucht immer das Beste aus jedem Team zu holen. Sie ist authentisch und ruhig, manchmal etwas chaotisch aber auf sie ist immer Verlass! Sie erinnert uns alle mit dem Satz „Schnufe nid vergässe.“ immer wieder ans Atmen.“ Sandra

Wie siehst du die Entwicklung der Hundehalter über die Jahre?
Ich bin sicher, dass wir auf einem positiven Weg sind. Sie sind gut begleitet und wollen wieder mehr lernen und sich mit ihren Hunden beschäftigen. Ausserdem haben Hunde wieder mehr Akzeptanz in der Gesellschaft.

Was möchtest du noch sagen?
Ich bin froh so super Kunden zu haben. Ich wünsche mir, dass alle Teams so weitermachen und dranbleiben. Sandra ist, auch wenn sie es selber nicht gerne hört (lacht), ein grosses Vorbild und eine tolle Chefin. Das ist einfach so. Ich bin sehr dankbar für ihre Unterstützung!
P.S. Ich wäre zudem froh, wenn alle Hundehalter zuverlässig die Hinterlassenschaften ihrer Hunde aufnehmen würden.

Brigitte hat mit ihrer Ausbildung zur Hundetrainerin ihren Traumjob gefunden. Sie sei absolut aufgegangen in dieser Arbeit und habe jeden Tag so viel Freude daran. Liebe Brigitte, wir hoffen, dass wir noch viele tolle Erlebnisse mit dir in unserem Team haben dürfen.

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